Wenn nichts mehr geht, mach Seifenblasen!

… oder zieh die Schuhe aus … lauf barfuß über den Asphalt … oder setz Dich auf eine Schaukel und schaukle … oder … oder … oder …
Wenn grade gar nichts mehr geht, so wie Du meinst, dass es sein sollte, damit Du Deine „Ich muss“, „Ich sollte“, „Ich möchte“, „Ich will“ verwirklichen kannst, dann mach Seifenblasen oder sonstiges! 🙂

Eine heilsame Erkenntnis der vergangenen Woche, die ich gerne als Inspiration an Dich weitergeben möchte. Sie lässt sich wunderbar mit Heilpendeln kombinieren.

Wenn nichts mehr geht, dann könnte es nämlich sein,

… dass Dein Körper und Deine Seele gerade etwas als viel wichtiger erachten,  als das, was Du gerade zu tun gedenkst.

… dass genau das eine Antwort auf eine vorhergehende Bitte oder eine energetische Arbeit an Dir selber ist. Infolge unserer Schnelllebigkeit sind wir aber manches Mal dann doch wieder zu wenig achtsam, um es gleich einordnen zu können.

… dass das Leben selbst Dich mit „Jetzt geht mal gar nichts“ dazu zwingt, auf das hinzuschauen, was am Allerallerallerwichtigsten ist! Nämlich auf DICH selbst!

Ja, DU bist gemeint, DU und Deine Bedürfnisse!

DU und die Bedürfnisse DEINES Körpers, Deines Inneren Kindes, Deiner Seele!

DU bist es, denn ohne DIR geht gar nichts!

Wenn DU nicht achtsam mit DIR umgehst, brennst du aus. Dann bist Du im Außen und nicht wirklich bei Dir.

Sei achtsam und höre hin!

Nun zu meinem Erleben …

Mein Computer streikte. Ok, ich brauchte eine neue Festplatte, der Akku war hinüber und ein Feiertag und Wochenende auch noch dazwischen. Alles klar – eine Sache von Geduld und Akzeptanz und „Es ist wie es ist!“

Dachte ich.

Sie kam nicht wirklich gelegen, diese zwangsverordnete Abstinenz, hatte ich doch so viel zu erledigen und endlich auch tatsächlich Zeit, um am nächsten Buch weiterzumachen.

Dachte ich.

Ich wollte die Zeit nützen und begann nach langem wieder einmal damit, längere Texte mit der Hand zu schreiben. Sehr schnell bemerkte ich, wie wohltuend das war. Es brachte mich innerlich wieder mehr zur Ruhe und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich auf diese Weise viel intensiver in der Wahrnehmung und auch mit meiner Seele verbunden war. Ich bin an der Tastatur eine wahre Schnellschreiberin, wenn es fließt. Ja, wenn!

Immer mehr merkte ich aber auch bei meiner handschriftlichen Arbeit, dass mein Tun zunehmend ins Stocken kam und ich irgendwie auch keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte …

„Wenn nichts mehr geht, dann mach Seifenblasen!“

Diese Eingebung war genial! Ja, ich machte sie und blies sie vom 5. Stock in die Welt hinaus …

Weiterschreiben …

Hm … irgendwie hatte sich wohl gerade eine dicke und fette Schreibblockade in mir breit gemacht … alles war irgendwie weg …

Sogar meine so super geschriebene Zusammenfassung, die meiner Arbeit gerade Struktur geben sollte. Keine Ahnung wohin dieses Blatt gekommen war. Unerklärlich bis heute! Ich hatte sogar Kobolde im Verdacht, denn so gemein konnten doch wohl Engel gar nicht sein.

Dachte ich.

Also wieder Seifenblasen …

Ständig Seifenblasen machen geht aber auch nicht.

Nach und nach spielte diese Situation aber alle möglichen nicht so ganz lieblichen Gefühle in mir hoch. Ja, ich geb es zu – es gab einen Moment, da war ich nahe dran, den ganzen Krempel voller Wut vom Balkon zu werfen! Handy inclusive! Nein, hab ich nicht gemacht. Die Vernunft hat gesiegt – unten spielten Kinder!

Ich legte mich aufs Bett – was ich an diesem Tag schon oftmals gemacht hatte – und widmete mich meinen Gefühlen. Oje, da war die ganze Palette wieder einmal da – tiefste Minderwertigkeit, Mangel ohne Ende, Selbstzweifel bis zum Abwinken. Ich saß echt tief in der Opferhaltung drinnen. Das war mir sogar bewusst!

Also wieder einmal: „Ok, es ist wie es ist!“

Was würde mir gut tun-für BlogPlötzlich die Stimme: „Was würde mir – meinem Körper und meiner Seele – gut tun, das ich mir hier und jetzt selbst erfüllen kann?“

„Essen!“ Ja, stimmt, ich hatte heute noch nicht viel konsumiert.

Also machte ich mir was Leckeres und gönnte mir anstatt Wasser ein großes Glas Brombeersaft dazu.

Dann wieder die Stimme: „Was würde mir – meinem Körper und meiner Seele – gut tun, das ich mir hier und jetzt selbst erfüllen kann?“

Hm … „Abendspaziergang?“

Ok, ich startete.

Kaum war ich draußen –  wieder die Stimme: „Was würde mir – meinem Körper und meiner Seele – gut tun, das ich mir hier und jetzt selbst erfüllen kann?“

„Barfuß gehen!“  Spontan hab ich meine Sandalen ausgezogen und bin auf dem Gehsteig barfuß gegangen.

Der nächste Impuls war – Schaukeln. Klar hab ich ihn mir erfüllt!

Jede einzelne Aktion schenkte mir Freude und Glücksgefühle, die mich augenblicklich aus dem Mangel und der Opferhaltung herausbrachten.

Welch ein Gefühl der Dankbarkeit und Freude in mir! Ich hatte mich unabhängig von Außenstehenden beschenkt! Welch ein Akt der Selbstliebe! Dieses „Ich erlaube mir, voller Liebe für mich selbst zu sein“ braucht auch Handlungen. Das ist klar! Ohne aktives TUN geht gar nichts!

Danach begann es wieder zu fließen!

Mein Computer ist wieder intakt, funktioniert seither besser als je zuvor!

Erst hinterher wurde mir bewusst, dass ich mich ja zuvor intensiv mit meinen Bedürfnissen und Grenzen beschäftigt hatte und dies wohl gleich die Antwort darauf war!

Das Leben IST genial! Auch wenn’s manchmal  schlichtweg … „Sch……“ ist … 😉

Dieses – „Was würde mir – meinem Körper und meiner Seele – gut tun, das ich mir hier und jetzt selbst erfüllen kann?“ – brachte mich wieder in die Eigenverantwortung zurück und holte mich aus dem Mangel, der Abhängigkeit und der Opferhaltung heraus.

Seit ein paar Tagen gehe ich nun mit diesem Satz durch meinen Alltag. Es fühlt sich einfach nur toll an! Für mich als eine, die immer und ewig anderen den Vorzug gab und mit meinen eigenen Bedürfnissen sehr schändlich umgegangen ist, wahrlich ein Highlight! Es ist mein Thema, das Thema einer Hochsensiblen. Noch immer. Aber – ich bin lernfähig. Wir alle sind es! Wir sollten es uns wert sein! Nur so können wir wirklich auch für andere gut da sein.

Ich hab mir fest vorgenommen, ab sofort wirklich noch viel achtsamer mit mir und meinen Bedürfnissen und Grenzen umzugehen und speziell diesen Satz konkret dann anzuwenden, wenn sich wieder mal zu viele „Ich muss“ und „Ich sollte“ einnisten möchten!

Vielleicht magst es auch Du versuchen? Verbinde Dein Tun mit dem Heilsatz oder überhaupt allem, was Dir aus meiner Arbeit bereits vertraut ist. Würde mich freuen, wenn Du mir Deine Erfahrungen mitteilen würdest. Hier unten als Kommentar oder auch in einer Mail.

© Anna Maria Winklehner – www.anna-maria-winklehner.at

Deine Anna Maria

PS: Du darfst diesen Text teilen, weiterempfehlen oder liken. Ich freue mich, wenn er viele Menschen erreicht. Nur bitte, lass ihn ganz – reiß keine einzelnen Sätze heraus und nenne die Quelle. Vielen Dank.

Wenn Du Interesse an meinem Tun hast – ich biete auch Seminare und Einzelbegleitungen an.

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Deine Anna Maria

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